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Modern Workstyle

Im Artikel „Das magische Viereck“ haben wir die Dimensionen der Digitalisierung mit einem Volkswirtschaftlichen Prinzip verglichen. Die Kernaussage war: Der größte Aufwand in einem Digitalisierungs-Projekt liegt nicht in der technischen Umsetzung, sondern in der Prozessgestaltung.

Als Teilbereich der Digitalisierung gilt dies auch für den digitalen Arbeitsplatz. Eine neuen cloudbasierte Software a la Office oder Google ist häufig auch bei großen Unternehmen schnell eingeführt. Doch damit ist die Digitalisierung noch lange nicht umgesetzt. Modern Workstyle, also die wirkliche Nutzung dieser Tools a la innovatives Startup oder Digital Nomad erfordert ein Umdenken in der Führung von Mitarbeitern aber auch in der Disziplin der Mitarbeiter selbst. Natürlich ermöglicht ein mobiler Arbeitsplatz das Arbeiten von überall. Viele setzen dies mit Homeoffice oder arbeiten im Zug gleich, doch wäre dies nicht nach der Arbeitsplatz an einem schattigen Plätzchen im Park oder sogar dem Palmen bestückten Haus im Süden? Grundsätzlich ja, dennoch ist hier die Fragen nach der Motivation und der Ablenkung. Ist ein Mitarbeiter diszipliniert genug, um den Wunsch nach dem Gang zum Strand auszublenden? Möchte ein Mitarbeiter an einem solchen Ort überhaupt gestört werden? Und kann er Arbeitspakete portionsweise liefern und dabei trotzdem die Erholung dazwischen abgrenzen? Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Im Gegenzug, kann der Manager auf die Erfüllung einer Aufgabe von Unterwegs warten? Eine asynchrone Abarbeitung von Zielen erfordert eine klare Unterscheidung zwischen Priorität und Dringlichkeit, sonst läuft der Mitarbeiter heiß und die Ziele drohen zu kippen.

Digital Natives kompensieren so etwas durch langes Training, klare Abgrenzung und regelmäßiges detonieren. Unsere typisch deutsche „schaffe, schaffe Häusle baue“ Mentalität ist dafür eher ungeeignet.

Digitale, agile Methodiken helfen dabei, moderne Tools und Lösungen machen vieles leichter. Dennoch können IT Dienstleister und Software Anbieter die Plattform zwar bereitstellen. Die wirkliche Hilfe zur Anwendung von Digital Workstyle im Unternehmen kommt oft aus einem anderen Bereich. Entscheiden ist die Bereitschaft von Management und Mitarbeiter die Gelegenheit zu nutzen und die eigene Arbeitsumgebung auf die nächste Stufe zu heben. Tools allein sind wertlos, wenn man sie nicht gewinnbringend einsetzt.

 

 


Varianten von Multi Cloud

Im Zuge der Evolution von Cloud-Computing halten immer mehr neue Angebotsformen Einzug. Technologien wie xPaaS, Serverless Computing, Datalake erfordern ein Umdenken in der Strategie.

Während vor einiger Zeit Multi Cloud noch eine Methodik war, um ein Vendor LockIn zu verhindern. Steht heute der Best-of-Services Gedanke im Vordergrund.

Je nach Reifegrad und vorhandenem Cloud Knowhow ergeben sich verschiedene Lösungsansätze. Hier schon mal drei Ideen zur näheren Betrachtung.

Variante #1: Desaster Recovery

Ein Multi Cloud Szenario, um die Verfügbarkeit von Diensten nicht nur innerhalb einer Anbieter-Plattform redundant zu halten, sondern bei Bedarf auch einen Anbieterwechsel nicht auszuschließen. Diese Kombination wird auch oft als hybrides Model umgesetzt, um zwischen onPremise, private Cloud oder Public Cloud die Widerherstellung zu gewährleisten. Damit der Kostenrahmen nicht unnötig aufgebläht wird, ist die Variante meist als Standby mit Basis Komponenten eingerichtet, Im Notfall wird die Umgebung bedarfsgerecht hochskaliert. Der Betrieb eines solchen Szenarios ist oft zeitlich begrenzt und muss auch regelmäßig geprüft werden, man nennt dies Desaster Drill Down.

Variante #2 Static

Eine statische Multi Cloud Lösung geht projektbezogen ins Rennen. Dies kann auch historisch begründet sein. Hier werden einzelne Lösungen auf unterschiedlichen Cloudplattformen parallel genutzt. SaaS oder PaaS Angebote der Hersteller begünstigen dies.

Der Vorteil, man bekommt viel Individualität, jede Abteilung ihre Wunschlösung. Dennoch fehlt die wirkliche Verbindung zwischen den Lösungen. Oft muss eine solche Plattform auch Sicherheitsaspekten genau in Augenschein genommen werden.

Dennoch ist das Vorgehen die häufigste Form von Multi Cloud und durch SaaS und die Nutzung vorhandener Basis Lösungen am einfachsten umzusetzen.

Variante #3 Multi Cloud Management

Sozusagen die Kür im Multi Cloud Umfeld. Man bedient sich hier einer Management Lösung, welche die Angebote verschiedener Cloudprovider in einem Service Katalog zusammenfasst. Ist dieses Szenario vollständig Umgesetzt entscheidet der Einkauf, welche Cloudanbieter im Katalog gelistet sind. Die Fachabteilung wählt den benötigten Service aus dem Katalog. SaaS, Pass oder IaaS verschmelzen zu einem vordefinierten Angebot. Gerade in großen App-Landschaften kann Multi Cloud Skaleneffekte und mehr Unabhängigkeit von einzelnen Vendoren bringen. Natürlich darf man hier die neue Abhängigkeit von der Management Plattform nicht außer Acht lassen.

Fazit: Multi Cloud hat interessante Aspekte, die über eine Abwendung vom Vendor LockIn hinausgehen.

In vielen Unternehmen ist statisches Multi Cloud meist schon im Einsatz. Eine Management Plattform hilft gleichwertige Angebote wie z.B. IaaS nach Bedarf und Konditionen zu wechseln.


Das magische Viereck

…und die  Dimensionen eines digitalen Arbeitsplatzes.

Aus dem Wirtschaftsleben kennt man den Begriff des magischen Vierecks, ein Erklärungsmodell für das wirtschaftliche Gleichgewicht. Preise, Beschäftigung, Import/Export und Wachstum werden hier als Dimensionen herangezogen https://de.m.wikipedia.org/wiki/Magisches_Viereck

Überträgt man diese Betrachtungsweise auf ein digitales Arbeitsplatzmodell, so wird schnell deutlich, überzieht man eine Dimension wandert das Ziel aus dem Fokus und das Projekt droht zu scheitern. In anderen Worten, die erfolgreiche Umsetzung eines Digitalisierungs-Projektes wird von mehreren Faktoren gleichzeitig beeinflusst. Ändert sich nur eine Dimension und die anderen bleiben zurück, fällt das Konzept aus dem Gleichgewicht. Im Dialog lassen sich die Dimensionen eines digitalen Arbeitsplatzes individuell adaptieren, denn jede Firma reagiert anders auf diese Konzept. Hier ein Beispiel:

Wir besetzen die Dimensionen mit Kunde, Innovation, Wachstum und Effektivität. Das kann folgende Auswirkungen haben. Der Kunde benötigt direkte Betreuung, da das Produkt oder die Dienstleistung komplex ist. Die Kunden sind geographische verteilt, meine Experten aber begrenzt. Um Wachstum zu erreichen brauche ich also eine skalierbare Lösung, damit meine begrenzten Experten effektiv eingesetzt werden können. Innovation wäre hier eine technische Unterstützung, die leicht zu verstehen ist, Mobilität ermöglicht und in die Vertriebsabwicklung integriert ist. Die Innovation leistet effektive Vorarbeit, zum Wohle des Kunden mit digitaler Abwicklung. Optimale Voraussetzung für langfristiges Wachstum. Die Investition in eine technische Innovation, z.B. eine mobile SaaS Lösung macht Sinn in Ergänzung mit dem Anwendungsverständnis der Mitarbeiter, der leichten Einarbeitung von Hilfskräften, um die Experten effektiver einzusetzen verbunden mit der direkten Verzahnung der Abwicklung. Mehr Kunden, mehr Innovation, mehr Effektivität und natürlich mehr Wachstum.

Wie dieses Beispiel funktioniert das Model auch mit anderen Dimensionen. Faktoren, wie Unternehmenskultur, Arbeitszeit in Verbindung mit örtlichen Gegebenheiten wie Rush Hour, Elternteilzeit, technische Qualität, individuelle Dienstleistung, rechtliche Anforderungen oder motivierte Mitarbeiter sind einige weiteren Elemente daraus.

Wie auch in der Wirtschaft ist das Gleichgewicht der entscheidende Erfolgsgarant. Treibt man nur eine Dimension voran rückt das Ziel, eine erfolgreiche Umsetzung, meist in weite Ferne. Das agile Digitalisierung Projekt wird zum Rohrkrepierer.


Der Weg zurück?

..ins eigene Rechenzentrum.

Nachdem der große Cloud Zug nun auch Deutschland losgefahren scheint kommen gerade aus dem Mutterland des Cloudcomputings, der USA die ersten Stimmen zur Rückkehr ins eigene Rechenzentrum. Wir haben uns mit dem Thema mal konkreter auseinandergesetzt.

Was sind die Beweggründe für eine Rückkehr zum Altbekannten? Nun schaut man genau hin, so ist das neue RZ meist schon im neuen Cloud Standard gehalten. Also Konzept alt, Technik neu? Meist bringen monolithische Applikationen auf großen Instanzen kaum Skaleneffekte, der Geschäftsnutzen bleibt auf der Strecke, die Eigeninvestition lohnt sich hier. Zudem bieten Hardwarehersteller mittlerweile OPEX orientierte Angebote. Ein wichtiger Vorteil der Cloud entfällt. Die aktuelle Hardware wird nach benötigter Kapazität und Laufzeit, monatlich abgerechnet. Also PayAsYouGo für die eigene IT Landschaft. Der eigene Betrieb wird wieder attraktiv.

Die Cloudhersteller tragen immens dazu bei, denn immer neue Services und Abrechnungsformen schrecken die Kunden eher ab. Die klaren Angebote, mit einfachen Abrechnungsmodellen sind komplexen Services und Formeln gewichen. Nimmt man sich Beispiele, wie serverless Computing oder xPaaS, so kann hier der wirkliche Kostenblock vorab kaum ermittelt werden. Mancher hat seine große Überraschung erst bei der Jahreskostenanlyse erlebt, als das Einsparungspotenzial durch ungenaue Kalkulation dahingeschmolzen war.

Weiterhin sind langfristige Szenarien kaum garantiert, man spricht von Evergreen IT, die Software wandelt sich automatisch nach dem optimalen Bedarf vieler Kunden. Services die keine Masse liefern werden abgekündigt. Hänge ich in einem solchen Szenario fest bleibt mir nur die eigene IT.

Im eigenen RZ kann die Laufzeit von IT verlängert werden, was sich dann wieder positiv in der Liquiditätsplanung auswirkt. Gerade der Mittelstand lebt noch erfolgreich in solchen Strukturen.

Obwohl wir hier viele Gründe für einen Eigenbetrieb aufgeführt haben ist Cloud-Computing denn noch die erfolgreichere IT Strategie. Doch wie immer gilt es die beiden Seiten der Medaille zu betrachten und sich für das Beste aus beiden Welten zu entscheiden. Vielleicht auch mit einem sinnvollen Maß an eigener Kapazität.


RFP kills Cloudpattern

Nach einigen Startschwierigkeiten ist Cloud-Computing auch bei den Enterprise Kunden wirklich angekommen. Während einzelne Fachabteilungen bereits zu den frühen Anwendern zählten hat nun die IT Abteilung Ihre Scheuklappen abgelegt und im großen Stil begonnen, die Kapazitäten der Public-Cloud Rechenzentren nutzbar zu machen.

Dabei sind die Herangehensweisen unterschiedlich und wie so oft scheut das Management davor zurück, die Entscheidung allein zu treffen und sucht Hilfe im alt Bekannten. Der sogenannte RFI/RFP Prozess (Request for Information/ Request for Proposal), also das Ausschreibungsverfahren, kommt zum Einsatz. Eine bekannte Methodik, mit dem Ziel eine Übersicht zu erhalten und die Angebote gegeneinander abzuwägen. Doch leider ist diese Methodik genauso alt, wie die IT Landschaft, welche es ja abzulösen gilt. Man stülpt also einen veralteten Prozess über innovative, disruptive und ehr bereits standardisierte Angebote.

Das Problem, das hier entsteht ist folgendes: Die Prozessvorlagen passen nicht auf das AngebotsModell und die mehrere hundert Seiten umfassenden Unterlagen hemmen die Innovation mehr, als sie sie begünstigen.

Cloud funktioniert nach dem „Scale-Out“ Prinzip und einer Architektur „Build-to-Fail“. Der wirkliche Nutzen entsteht durch eine Optimierung nach den „Workload-Pattern“ des Cloud-Computings. Historisch begründet sind kleinere Einheiten mit einer flexiblen Skalierbarkeit die Modelle für optimale Kostenstrukturen. Ein Pauschalangebot End2End mit Laufzeiten über 5 Jahre oder länger passen nicht auf diese flexiblen Modelle. Geht ein Bieter auf dieses Angebot ein liefert er eine grobe „PI*Daumen“ Darstellung, welche dann nach Vertragsschluss massiv nachgebessert werden muss. Der Wusch dieses Risiko durch einen Einkaufsberater abzufangen wird im Moment noch viel zu selten erfüllt. Den auf dem Mark gibt es kaum erfahrene Berater, die diese Thema wirklich beherrschen. Oft wird Cloud mit Outsourcing gleichgesetzt und das wahre Potential bleibt auf der Strecke. Ist der Deal erstmal abgewickelt, wird die fehlerhafte Erkenntnis direkt in eine Studie verpackt und ein 2tes Mal weiterverkauft.

Wie löst man also diese Herausforderung? Am besten, man nimmt sich die Cloud zum Vorbild und schiebt die geplanten Workloads in möglichst viele kleine Projekte (Scale-Out). Die Erfahrung wird so intern weitergegeben und die Nutzungsverträge der verwendeten Cloud-Anbieter werden nach Bedarf aufgestockt. Genauso flexibel wird der Projekt Roll-Out konzipiert, das innovative Modell in andere Bereiche überführt.

Dies kann auch parallel Erfolgen, wenn das richtige Szenario gewählt wird, lassen sich die Erkenntnisse multiplizieren. Der vermeintliche langsamere Weg wird zum nachhaltigen KnowHow Transfer. Sind die ersten Hürden genommen führt das zur Evolution der IT Abteilung, mit eigener Expertise und der Option Multi-Vendor oder sogar Multi-Cloud Szenarien einzuführen. Weniger Abhängigkeiten, optimale Nutzung der Angebotsformen und nicht zu Letzt die Anwendung der effektiven Workload-Pattern sind die positive Konsequenz.

ach einigen Startschwierigkeiten ist Cloud-Computing auch bei den Enterprise Kunden wirklich angekommen. Während einzelne Fachabteilungen bereits zu den frühen Anwendern zählten hat nun die IT Abteilung Ihre Scheuklappen abgelegt und im großen Stil begonnen, die Kapazitäten der Public-Cloud Rechenzentren nutzbar zu machen.

Dabei sind die Herangehensweisen unterschiedlich und wie so oft scheut das Management davor zurück, die Entscheidung allein zu treffen und sucht Hilfe im alt Bekannten. Der sogenannte RFI/RFP Prozess (Request for Information/ Request for Proposal), also das Ausschreibungsverfahren, kommt zum Einsatz. Eine bekannte Methodik, mit dem Ziel eine Übersicht zu erhalten und die Angebote gegeneinander abzuwägen. Doch leider ist diese Methodik genauso alt, wie die IT Landschaft, welche es ja abzulösen gilt. Man stülpt also einen veralteten Prozess über innovative, disruptive und ehr bereits standardisierte Angebote.

Das Problem, das hier entsteht ist folgendes: Die Prozessvorlagen passen nicht auf das AngebotsModell und die mehrere hundert Seiten umfassenden Unterlagen hemmen die Innovation mehr, als sie sie begünstigen.

Cloud funktioniert nach dem „Scale-Out“ Prinzip und einer Architektur „Build-to-Fail“. Der wirkliche Nutzen entsteht durch eine Optimierung nach den „Workload-Pattern“ des Cloud-Computings. Historisch begründet sind kleinere Einheiten mit einer flexiblen Skalierbarkeit die Modelle für optimale Kostenstrukturen. Ein Pauschalangebot End2End mit Laufzeiten über 5 Jahre oder länger passen nicht auf diese flexiblen Modelle. Geht ein Bieter auf dieses Angebot ein liefert er eine grobe „PI*Daumen“ Darstellung, welche dann nach Vertragsschluss massiv nachgebessert werden muss. Der Wusch dieses Risiko durch einen Einkaufsberater abzufangen wird im Moment noch viel zu selten erfüllt. Den auf dem Mark gibt es kaum erfahrene Berater, die diese Thema wirklich beherrschen. Oft wird Cloud mit Outsourcing gleichgesetzt und das wahre Potential bleibt auf der Strecke. Ist der Deal erstmal abgewickelt, wird die fehlerhafte Erkenntnis direkt in eine Studie verpackt und ein 2tes Mal weiterverkauft.

Wie löst man also diese Herausforderung? Am besten, man nimmt sich die Cloud zum Vorbild und schiebt die geplanten Workloads in möglichst viele kleine Projekte (Scale-Out). Die Erfahrung wird so intern weitergegeben und die Nutzungsverträge der verwendeten Cloud-Anbieter werden nach Bedarf aufgestockt. Genauso flexibel wird der Projekt Roll-Out konzipiert, das innovative Modell in andere Bereiche überführt.

Dies kann auch parallel Erfolgen, wenn das richtige Szenario gewählt wird, lassen sich die Erkenntnisse multiplizieren. Der vermeintliche langsamere Weg wird zum nachhaltigen KnowHow Transfer. Sind die ersten Hürden genommen führt das zur Evolution der IT Abteilung, mit eigener Expertise und der Option Multi-Vendor oder sogar Multi-Cloud Szenarien einzuführen. Weniger Abhängigkeiten, optimale Nutzung der Angebotsformen und nicht zu Letzt die Anwendung der effektiven Workload-Pattern sind die positive Konsequenz.


Fachkraeftemangel

Im einer kürzlich veröffentlichten Studie der BITKOM wird der eklatante Fachkräftemangel in der deutschen IT angeprangert. Zwar wären ausreichend Stellen vorhanden, leider finden sich keine geeigneten Bewerber. Normalerweise ein echtes Luxusproblem, wenn man sich den Arbeitsmarkt der angrenzenden EU Länder anschaut. Doch warum finden die IT Firmen nicht die geeigneten Ressourcen.

Kernthema ist sicherlich das geeignete KnowHow der gesuchten Mitarbeiter, denn schaut man sich in der Historie, um so wurde oft versäumt sich frühzeitig, um den eigenen Nachwuchs zu kümmern. Während im Bereich Vertrieb, Management und Marketing ausreichend ausgebildet und weiterentwickelt wurde. Hat man den Kern, die Technik vollkommen aus den Augen verloren. Software wird kaum noch in Deutschland entwickelt also, warum sich zu intensiv mit dem Thema beschäftigen. Statements wie: „Das ist zu technisch“, „die Details müssen wir nicht verstehen“, „zu viel Tiefe verlangsamt den SalesCycle“ rächen sich jetzt. Und zwar gewaltig. Gerade im Bereich der Dataspezialisten oder im Cloud Computing können viele Firmen zwar mit einer colorierten Garden von Vertriebler aufwarten, leider findet sich kaum jemand der in der Lage ist eine Lösung auch zu implementieren. „Make your Hands Dirty“ gehört selten zum Aufgabengebiet.

Oft krankt das technische Verständnis schon in der Ausschreibugsphase. Da hilft auch kein adHoc zusammengezimmertes Ausbildungskonzept. Wenn die Basics fehlen, hilft auch keine Zertifizierung. Also müssen Fachkräfte in der Technik nachgelegt werden. Doch woher sollen die Heerscharen von IT Spezialisten kommen? Offshore/ Nearshore/ aus den Nachbarländern von den Universitäten?

Die Kunst ist es die richtigen Leute anzusprechen und zu motivieren in einem etablierten, deutschen Arbeitsverhältnis anzuheuern. Beginnt man im Recruiting, so fehlt oft auch bereits hier das notwendige Wissen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Der gemeine Recruiter durchforstet Xing, LinkedIn, Facebook, Instagram und allerlei Communities, oft sogar mit teuer angeschafften Tools. Sobald irgendwo ein Keyword wie Datenanalyse, IoT oder Cloud Computing am Horizont erscheint wittert er bereits den tiefen Experten. Bei der Motivation fällt es einem wirklich geeigneten Kandidaten dann meist schwer sich in einem konservativen Arbeitsmodell zu binden. Warum ein 10 Stunden Tag mit gängeln durch das gestylte SalesTeam, wenn er digital WorkStyle in Reinform haben kann. Fragt man coole Newcomer aus der StartUp Szene, so sind dort Arbeitskräfte kaum ein Thema, sondern eher das Budget, um den Experten langfristig zu bezahlen…

Aus unserer Sicht ist also der Kernaspekt des Fachkräftemangels darin begründet, daß sich die IT Branche in Deutschland im Wandel befindet und alte, verkrustete Strukturen nicht unbedingt dazu beitragen eine neue Generation Technologieexperten aufzubauen.

Digital WorkStyle ist eben nicht nur ein schickes Büro, Homeoffice und ein neues Handy.


AppDetox

Ein Kernthema unsere Gespräche mit Kunden ist und war von Anfang an das Thema Simplified IT. Bei den Kundenterminen entstanden hierzu heftigste Diskussionen. Vor allem dann, wenn die lange gehegten Prozesse und die Applikationsvielfalt unter den Hammer kam. Wie Deutschen lieben es, Prozesse zu definieren und diese dann auch gleich mit der passenden Applikation zu versehen.
Nichts ist schöner, als ein Formular zu erstellen, um damit die gestellte Aufgabe auch gleich in Form zu gießen.
Grundsätzlich ist gehen ein solch strukturiertes Vorgehen ja nichts einzuwenden. Allerdings sammeln sich damit über die Jahre IT seitige Altlasten an, die im Zuge der Digitalisierung riesige Migrationsdämonen erzeugen.

Den Systemintegrator freut das, hat er doch für die nächsten Jahre volle Auftragsbücher. Erwartet man allerdings Agilität und dynamische Innovation, dann wird man oft einen besseren belehrt. Und dies liegt nicht am Dienstleister, denn alte Prozess Leichen werden nicht dadurch besser, dass man sie auf eine neue, digitale Plattform hebt. So gibt es tatsächlich Kunden im Mittelstand, die im Zuge der Digitalisierung Ihrer Arbeitsplätze mehrere tausend Applikation migrieren möchten. Ein Fass ohne Boden.

Also ist jetzt die Chance, um Altlasten wirklich zu entsorgen und mit neuen, effektiven Standards in den digitalen Arbeitsplatz zu wechseln. Einen radikalen Ansatz hatten ja bereits mit unserer Plain Vanilla Umsetzung gezeigt.
Ein weiterer wäre die Applikation Entgiftung – AppDetox. Hier geht es darum, Prozessbereiche gezielt und zeitlich begrenzt auszusetzen, um zu erkennen, welche Elemente wirklich notwendig, dringlich oder essentiell sind.

Wie im abgebildeten „KitchenSave“ bleibt nur das Zeitfester sichtbar, der Nutzer bekommt eine Auszeit. Eine gute Möglichkeit die Notfall Prozeduren mal wieder zu proben oder auch einfach mal zu Hörer zu greifen.
Das Entscheidende bei AppDetox ist nicht das fernhalten von Technik, sondern das Filtern der Kernprozesse.
Setzt man das richtig um, kann es auch als Vorstufe für Plain Vanilla verwendet werden.

Simplified IT ist möglich, man muss es nur wollen.


Der Webdesigner und die Cloud

Ein Thema, das eigentlich gut zusammenpassen könnte, Innovation und Style passen als Synonyme für die moderne IT Welt gut zusammen – sollten man meinen. Doch beleuchtet man den mittelständischen Markt im Bereich der Webanwendungen, so trennen den kreativen Designer meist Welten von einer wirklichen Cloud Adaption. In direkten Gesprächen haben wir versucht der Sache auf den Grund zu gehen.
Beginnen wir zunächst auf der Cloudseite. Cloud definiert sich durch standardisierte Technologieblöcke, mit dem Ziel die Wartung und Pflege der bereitgestellten Infrastruktur auf ein Optimum zu reduzieren. Der Aufwand wird sowohl für den Betreiber als auch den Kunden lukrativ. Allerdings versucht man die individuellen Bereitstellungen eher zu reduzieren, oder als neuen Angebotsblock zusammenzufassen. Dies bedeutet eine schnelle Verfügbarkeit von sog. PlainVanilla Systemen. WordPress, Drupal Sitecore, Sharepoint, …in einem Basic SetUp in Minuten bereitgestellt. Zertifikatsmanagement (SSL), Datenbank, BackUp und Templates inklusive. Nach Bereitstellung könnte mit wenigen Schritten das System Live gehen, allerdings ohne das Design…
Für den klassischen Kreativen ein Albtraum, denn die wirkliche Kreativität fängt meist dort an, wo der Standard aufhört. Schließlich muss sich der Kreative ja von der Masse abheben, um für seine Kunden etwas wirklich Neues zu schaffen. Versucht er dann die neue, coole Website oder Templates in die Site einzubinden stößt er häufig an die Limits der Cloud Plattform.
Im klassischen Bereich des Managed-Hostings tritt dieses Problem nicht auf, da der Designer seine Anforderungen and die IT oder Anwendungsbereitstellung weitergibt und Dinge wie Individualkonfiguration oder Service Zugriffe auf dem kleinen Dienstweg erhält. In der Cloud findet sich hierfür eine Servicehotline und Stirnrunzeln bei derartigen Anfragen. Sicherheitsrichtlinien, Compliance Vorgaben und Service Level bieten keinen Raum für derartige Ideen.
Was ist nun der Ausweg aus dieser Situation, schließlich wird der Public Cloud Anteil im mehr an Boden gewinnen und der Designer möchte seine Kunden auch weiterhin mit hoher Qualität bedienen?
Vermutlich ist eine stetige Annäherung an die Thematik die Beste Lösung. Versteht der Kreative wie die Cloud tickt, findet er auch den Bereich, in dem er seine benötige Individualität umsetzen kann. Hat er sein Infrastruktur Wissen für die Cloud im Griff kann er gezielte Angebote aufbauen und sich damit von seinem Wettbewerb abheben. Weiterhin haben auch die Cloudanbieter erkannt, dass dieser Markt nicht ohne den Kreativen funktioniert. Immer mehr Lösungen bieten spezielle Dokumentationen, Tools und Schnittstellen an, die den Gestaltungsraum einer cloudbasierten Webapplikation für den Designer öffnen. Kreative die sich auf diesen Ansatz fokussieren erhalten schnell Ihr „altes“ Verhältnis mit der Infrastruktur zurück, diesmal allerdings im Einklang mit den Standards einer Public Cloud. Als zukünftiger Cloudnutzer müssen Sie als prüfen, in welchem Stadium sich Ihr Webdesigner befindet und im offenen Dialog Ihre neuen Anforderungen klar darstellen.


Die Briefmarke

Deutschland ist das Land der Zertifizierungen. Wer Qualität sucht bewertet die vorhandenen Zertifizierungen. Mitarbeiter Entwicklung basiert darauf, Expertenwissen wird danach bewertet. In der IT trägt sich damit eine ganze Branche. Mit Trainingscentern, Hersteller Kursen und Prüfungstools wird nachhaltig Umsatz erzielt.
Angelehnt an die großen ERP Welten besitzen viele HR Abteilungen bereits ausgefeilte Tools zur Mitarbeiter Entwicklung. Inclusive einer jährlich wiederkehrenden Flut von Updates und den viel geliebten „Mandatory“ Trainings. Wir haben uns die Frage gestellt, was im Zeitalter von Cloud Computing, mit nahezu monatlichen Neuerungen, ein solches Konstrukt bringt?
In einigen unsere DigitalWorkplace Workshops haben wir das Thema Trends im eLearning intensiv diskutiert. Zwar gibt es immer wieder innovative Ideen, Wissen zu transferieren dennoch wirken die meisten Systeme wie Postkarten im Zeitalter von Live-Chat. Die Zertifizierung wäre in diesem Fall die Briefmarke…
Wirklich praktische Lösungen findet man dort, wo Wissen schnell gebraucht wird, ja existenziell notwendig wird, um das Überleben zu sichern. Startups handeln intuitiv und vor allem effektiv.
Für Briefmarken bleibt keine Zeit. In Hackathons, Barcamps oder SCRUM Sprints wird Wissen im Austausch mit anderen aufgebaut. „Learning by doing“. Man geht selektiv auf Veranstaltungen oder YouTube’ed sich zu der gewünschten Stelle, um die Fragestellung anforderungsgerecht zu konsumieren. Auch Prozess und Projektmanagement mach davor nicht halt. Während hochdekorierte Prozessverwalter sich in Meeting Exzessen verlieren, organisiert ein findiger Newcomer mehrere Abläufe parallel und remote über eine intuitiv konfigurierte SaaS Lösung. Auch unser Workshop zu agilen Methodiken zeigt immer wieder, dass ein Titel schnell erreicht ist, in der praktischen Übung kommt dann die Stunde der Wahrheit, wenn das Team die gestellte Aufgabe umsetzen muss. Häufig liegen weniger vorbelastete Schüler Teams schnell in Führung, wenn es um das Team Setup und die Erstellung der „ToDo’s“ aus dem sog. „Backlog“ geht.

Als Fazit lässt sich sicher feststellen das Zertifizierungen den Qualitätsstandard heben, dennoch fordert die Digitalisierung ein Umdenken. Evergreen IT braucht auch einen agilen Wissenstransfer. Die Zeitspannen sind zu kurz, um sich in langwierigen Prozeduren zu verlieren. Werden sie nicht zum Briefmarkensammler in einer digitalisierten Welt.


Ergebnisse der 5 Fragen aus dem zweiten Quartal 2017

Wie immer liefern wir die Ergebnisse unserer Umfrage als Blog Artikel. Wir freuen uns über die Verwendung mit Quellenverweis. Die Folien erhalten Sie auf Anfrage.

Die Fragen beziehen sich auf den Themenbereich CloudComputing und Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen. Die Teilnehmer der Umfrage kommen aus den Fachabteilungen und unserer Kunden und den Bloglesern. Die Teilnehmer kommen aus dem deutschsprachigen Raum: Deutschland, Österreich, Schweiz und auch aus Norditalien. Vielen Dank an dieser Stelle für die Teilnahme.

Frage #1 fragt nach den Aufgabenschwerpunkten. Während viele Unternehmen immer noch in der Strategiefindung sind, gibt es auch erste Tendenzen, die einen Anbieterwechsel oder gar die Rückkehr zum RZ befürworten.

Frage 1

Frage 2 stellt die favorisierten Angebote in den Fokus. Hier liegt ein hybrides Model, egal ob mit eigenem Rechenzentrum oder als Multicloud Ansatz vorne. Der Wunsch nach Unabhängigkeit vom Anbieter nimmt also zu.

Frage2

In Frage 3 werden die aktuellen Herausforderungen abgefragt. Rechtliche Aspekte und Sicherheit dominieren klar. Gefolgt vom KnowHow in den neuen Technologien.

Frage 3

Frage 4 zielt auf die Anwendungsverteilung ab. Während test-, entwicklungs- und experimentelle Anwendungen in die Cloud überführt werden. Sind Kernanwendungen noch schwächer ausgeprägt. Die Tendenz Richtung Cloud ist aber auch hier klar zu erkennen.

Frage 4

Die letzte Frage bezieht sich auf die Angebotsformen. Hier wird der Vorteil der automatischen Aktualisierung eher als unwichtig empfunden. Während ein Cloudansatz einen reduzierten Betriebsaufwand erwarten lässt. Die eigenen Lizenz wird dem Abo Modell immer noch vorgezogen.

Frage 5

Die Umfrage lebt von Ihrer Teilnahme, deshalb auch hier der Hinweis auf unsere aktuelle Umfrage –>hier klicken!




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